Orchester der Landesregierung
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Schöne Flötentöne

Vom Musizieren zwischen Job und Kindergarten

Angefangen hat es mit dem Kinderkonzert 1996, das noch unter der Leitung des damaligen Dirigenten Prof. Neidlinger in der Tonhalle stattfand. Mit meinen beiden Kindern, damals 8 und 2 1/2 Jahe alt, hörten wir unter anderem die "Moldau" von Smetana, die "Morgenstimmung" von Grieg und auch ein Stück des Dirigenten - "Tanz der Krokodile".
Moderation und Vorstellung einzelner Orchestermitglieder und ihrer Instrumente ließen für uns ein interessantes und bleibendes Konzerterlebnis entstehen. Zwischendurch dachte ich so bei mir, wie schön es doch sein müsse, in einem solchen Orchester mitzuspielen.
Hätte mir jemand erzählt, dass ich ein Jahr später im Kinderkonzert des Orchester am 30.11.1997 die Piccoloflöte spielen würde, ich hätte ihm nicht geglaubt.

Wie es dazu kam, sei gleich erzählt:
Bei der Aufführung des Stückes "Tanz der Krokodile" hatte der damalige Dirigent alle Kinder aufgefordert, doch einmal alles, was man bei diesem Stück empfindet und sieht, mit Farben auf Papier zu bringen und die Ergebnisse im Aquazoo abzugeben. Daraus sollte dann eine Ausstellung entstehen. Mein Sohn Manuel und sein Freund waren sofort Feuer und Flamme und machten sich an die Arbeit, brachten ihre "Kunstwerke" sodann zum Aquazoo und freuten sich auf die Ausstellung. Sie wurde im März 1997 eröffnet und brachte für Manuel manch nettes Lob von den Gästen, unter ihnen auch der damalige Dirigent. Nach dem häuslichen Musikleben befragt, erzählte Manuel von seinem Geigenunterricht, erwähnte aber auch, dass seit dem Tode des Vaters 1995 seine Mutter "die Querflöte nicht mehr angefaßt habe". So kam es, dass der Dirigent durch das Gespräch mit Manuel auf mich zu kam und fragte, ob ich nicht einmal Lust hätte, mit den Kindern eine Probe zu besuchen und in einem kleinen Konzert anläßlich des 10 jährigen Bestehens des Aquazoos mitzuspielen.
Darüber war ich natürlich sehr überrascht, habe mich aber riesig gefreut. Seitdem habe ich einen immer enger werdenden Kontakt zum OdL, der sich durch meine Teilnahme an einer Konzertreise nach Reading noch bedeutend vertiefte und inzwischen zu einer festen Mitgliedschaft wurde.
Am 30. November 1997 saß ich dann nicht wie sonst  mit meinen Kindern in der Tonhalle, sondern Freunde haben meine Kinder zu diesem Kinderkonzert begleitet. Ich saß zum ersten Mal (unwahrscheinlich aufgeregt) auf der Bühne im Orchester und spielte mit der Piccoloflöte im "Schneeflöckchen" von Rimsky-Korsakow das Vögelchen. Das war für uns alle ein wunderschöner Tag!

Heute sind der Babysitter am Dienstag, die Proben im Orchester, der Musikschulunterricht am Mittwoch (man muss ja wieder richtig fit werden), das Üben zwischen Job und Kindergarten zur Regel geworden, und ich bin glücklich darüber, dass es so ist.

Cornelia Hornemann

© Orchester der Landesregierung Düsseldorf e.V.